Modell “Rohrstecksystem“

Vorweg: dieses Modell ist der stabilste von mir jemals gebaute Anhänger,  ich habe damit auf der Ebene schon probeweise zwei Zementsäcke gezogen.

Entstehung eines weiteres Modells diesmal im Rohrstecksystem.
Hier werden nur Rohre eingesetzt, die untereinander und miteinander steckbar sind. Lediglich der Griff wird mit vier Schrauben befestigt – mit Hand ohne Werkzeug.

Grundgedanke und Ziel ist:

Der einzig fixierende Mechanismus im ganzen System sind die beiden angeklickten Räder! Werden diese abgenommen, kann man nach Herausziehen der Achse die beiden Holme wie bei einer Schere öffnen und damit die Auflageröhrchen entfernen und danach auch die beiden geteilten (je Seite 2 od. 3 Teile) Holme auseinander ziehen, die jetzt nach Entfernung der fixierenden Röhrchen, frei sind. Das schmalere Ende der beiden mit dem Handgriff zusammen laufenden Holme braucht für einen zerlegten Transport nicht noch weiter auseinander genommen zu werden.

 

Die einzelnen Teile in etwa zusammen gelegt (die beschriebenen 90° Winkel fehlen noch im Bild):

Für die im Bild oben auf den beiden Trägerrohren liegenden 7,5 mm Röhrchen werden in die 23,5 er Rohre Löcher zur Aufnahme gebohrt.

Die Trägerstangen sind teleskopierbar: Quadratrohr 23,5 mm mit 100 mm eingestecktem Quadratrohr 20 mm. Da das 23,5 er Rohr eine Wandstärke von 1,5 mm hat, gleitet das 20 er Rohr gerade so rein (insgesamt 0,5 mm Spielraum – optimal). Die Aufnahme für die Radachse wird am Ende des dickeren Rohres gebohrt mit Abstandhalterrohr über die Achse geschoben zwischen den beiden Trägerstangen. Die Arretierung der eingeschobenen Rohre wird mit den 7,5 mm dünnen Rohren, die auch als Auflagefläche dienen, vorgenommen. Die Auflagefläche könnte man auch mit Schnur oder Netz machen; das würde dann etwa 200 g leichter werden. Aber ich bevorzuge die stabilere Methode.

Eine Rutschbremse für das Gepäck entsteht, indem bei der Achse in die beiden 23,5 er Rohre ein spezielles Gelenk 90°aus Kunststoff eingeschoben wird (gibt es passend für das 23,5 er Rohr im Baumarkt für 1,10 €). Zwischen die beiden hochstehenden kurzen 23,5 er Rohre wieder 7,5 er Röhrchen.

Vor dem Bohren für die Achsaufnahme wird der Verbindungswinkel eingesetzt und zusammen mit dem Rohr durchbohrt. So ist beides „gesichert“.

Die noch in den Bilder dargestellten verstellbaren Winkel lassen sich in praxi nicht stark genug feststellen, besser sind die fixen 90° Winkel.

Abstandhalter zu den Rädern:

Die Röhrchen werden passend gesägt und einfach eingeschoben. An den Überlappungen 23,5 er Rohr mit 20 er Rohr fixieren sie auch zweimal die Rohrverbindungen.

Für die Stabilisierung und als Aufnahme des Zugkarabiners wird aus Alublech passend für unter und über die Endstücke der beiden Rohre eine kleine Fläche geschnitten, die dann mit 4 Schrauben per Hand angezogen werden können, ein Loch rein gebohrt…

… die Rohrendstopfen eingesetzt und … fertig.

Oder mit sehr einfach zu bauendem echten Handgriff mit guter Belüftung 😉  (aus einer Flachstange 1.000 x 40 mm, Stärke: 3 mm, Aluminium, aus dem Baumarkt, ca. 5€ – reicht für mehrere Anhänger 😉 und Kantenschutzband). In diesem Fall kommt auch die Pobremse angenehmer zum Einsatz.

Wer aber seinen Anhänger ganz auf Mitnahme im Flugzeug auslegen möchte und dazu kürzere Einzelteile benötigt, kann das Ganze auch nur mit 23,5 er Rohren machen: auf jeder Seite drei 500 mm (je nach gewünschter Deichsellänge) und untereinander mit 200 mm von den 20 mm Rohren als Verbindungsteile jeweils 100 mm ins 23,5 er Rohr geschoben und mit den dünnen 7,5 mm Röhrchen justiert. Das ergibt max. 500 mm als größte Länge für die Verpackung. Die Stabilität bleibt dabei gleich. Und ein praktikablerer Griff zum passageren Ziehen mit Hand ist auch möglich:

Pronto:

 

Mehr Auflagefläche wäre auch möglich; man sieht an der vorbereiteten Lochung, dass mehr Röhrchen eingesteckt werden können.

Gewichtsmäßig kalkuliert auf 3000 g (wobei Räder und Achse alleine schon über 1800 g wiegen). De facto sind es jetzt rd. 3500 g geworden (in der kleinst zerlegbaren Variante; die andere Bauform wiegt genau 3080 g). Statt Aluröhrchen Auflage Schnur spannen oder Netz einbauen bringt ca. 200 g Gewichtsersparnis; kleinere/andere Räder nochmal etwas; und wenn man die „Gepäck Rutschbremse“ auch noch weg läßt (der Rucksack wird ja festgeschnallt), kommt man noch weiter runter 😉

Stabilität und Praktikabilität stehen bei mir vor filigranem Fliegengewicht.

Ich hätte nicht mit dieser Stabilität gerechnet. Dieses Modell ist nochmal eine Nummer robuster als das Vorgängermodell. Vierkantrohre ineinander gesteckt, verwinden doch nicht so wie Rundrohre. Nur durch Übung wird man klüger.

Was die Verwindungssteifigkeit dieses Modells angeht: ich kann den Anhänger mit einer Zuladung von ca. 18 kg plus dem Anhänger Eigengewicht am Handgriff von der Waagerechten in die Schrägstellung auf einem Rad in 45° kippen, ohne dass irgend was nachgibt oder sich verzieht! Und das geht bestimmt noch mit deutlich mehr Last.

Und so kann man ganz leichtfüßig unterwegs sein; die schweren Sachen auf dem Trailer und Leichtgepäck im „Ziehrucksack“:

Der Ortlieb Packsack Duffle ist kombiniert mit diesem Anhänger ideal: er läßt sich mit nur 2 Klettbändern schnell und sicher durch die beiden Bänderschlitze an den Befestigungen des Duffle festzurren und er hat schon die beiden Tragegurte, die im Notfall ein Tragen incl. Wanderanhänger ermöglichen. Außerdem muss er unterwegs nicht erst umständlich abgenommen werden um an seinen Inhalt zu gelangen, denn er hat einen über die ganze Länge, oben liegenden, regendichten Reißverschluss.

 

Und auch dieses Modell ist wieder gut als „Unterwegs-Tisch“ einsetzbar (Vorratsdose als 3. Standbein) und mit dem eingefahrenen Walkstool von guter Höhe für’n alten Mann:

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