„Hybrid Wanderanhänger“…

… oder aus zweirädrig wird relativ unkompliziert und ohne Werkzeug einrädrig für unwegsames Gelände.

Ganz selten mal würde auch ich über meinen Schatten springen und einen m.E. viel aufwändiger zu benutzenden einrädrigen Pilgerwagen einsetzen, längere Zeit in den Bergen z.B..
Weil, den Gepäckanhänger einfach hinter sich mit einem Karabiner eingeklinkt und sorglos drauf los marschieren, ist schon eine extrem schöne Sache.
Und wenn schon, dann müssen beide Formen jederzeit ohne großen Aufwand möglich sein. Ich muss mich vor Ort für das eine oder andere Modell entscheiden können und nicht schon vor Antritt der Wanderung. Also: beides in einem!

Um ein Schleppenmüssen des beim Umbau frei gewordenen zweiten Rades zu vermeiden, wird der Einrädrige als Doppeleiner gebaut.

Beim breitspurigen Zweiradbetrieb wird die Gepäckstütze mit verlängerter Auflagefläche am Ende mit den schon vorhandenen Schellenbefestigungen für die Achse verbunden um 1. das durch Einradbetrieb erforderliche Loch zu schließen und 2. wieder mehr Stabilität zu schaffen.

Die Zugstangen lassen sich einfach unter der Auflagefläche anschrauben, ohne Werkzeug.

Ich verzichte wohl doch auf meinen dritten Trekkingstock zum Ziehen des Anhängers und benutze stattdessen zwei stabile Alurohre, die ich fest verschrauben kann – für Schmalspurbetrieb nach außen geschoben und für zweirädrigen Breitspurbetrieb oben zusammenlaufend.

Und so sieht es dann mit den Stangen im Breitspurbetrieb aus; das Loch in der Auflagefläche, entstehend aus dem Schmalspurbetrieb, wird mit dem abgeknickten Blech abgedeckt und händisch mit verschraubt.

Für Schmalspurbetrieb werden die beiden Klickfix Radnaben Einsätze und die 10 mm Achse mit den Kerben an den Enden für die Radfixierung entfernt und eine etwas dickere (12 mm) und kürzere Achse benutzt.

In der Gegenüberstellung der beiden letzten Bilder sieht man gut den Vergleich zwischen Breitspurbetrieb und Schmalspurbetrieb!

Es werden noch zwei ausgediente Handgriffe von alten Trekkingstöcken verbaut; so kann man den Anhänger auch seitlich am Beckengurt o.ä. mit kleinen Karabinern einhängen und auch mal kurz ohne Hände gehen oder die Hände lediglich zum Balancieren benutzen und nicht zum Heben.

Die eingesetzten Stangen sind jeweils 1250 mm lang – aus der Tatsache, dass es im Baumarkt ein passendes Alu Rundrohr von 2500 mm mit Ø 23,5 mm gibt, die sonst verfügbaren Alurohre haben nur einem Meter, das ist zu kurz. Mit den beiden aufgesetzten Trekkingstockhandgriffen ergibt das eine Gesamtlänge von 1400 mm. Diese beiden Stangen werden geteilt; wer die Teile komplett im Packsack verstauen will, mache drei Teile draus. Jeweils untereinander splintgesichert; dazu wird ein ca. 200 mm langes Rohr mit Ø 20 mm in das Alurohr mit 23,5 mm und einer Wandstärke von 1,5 mm auf der einen Seite vernietet, auf der anderen Seite wird das Alurohr über dem rausstehenden Verbindungsrohr (ca. 100 mm) mit Aluwinkelstreifen, die gleichzeitig als Verlängerung der Auflagefläche dienen und zusätzliche Stabilität bringen, verschraubt.

Bei dieser Schmalspurvariante hebt man von einem Beladegewicht von z.B. 12 kg gerade noch 4 kg, d.h. 1/3!

Beim Breitspurberieb sind es dagegen – je nach Ladungsverteilung – zwischen 1 und 2 kg. Und die braucht man auch, damit die Deichsel nicht hochschnellt.

Man kann aber auch bei der Breitspurvariante die beide Zugstangen nach außen anbringen und z.B. am Hüftgürtel einhaken oder mit den Händen ziehen.

Ich gebe ganz unverhohlen zu, dass ich die moderne Methode Zugmaschine präferiere gegenüber dem alten Pferdegespann.

Lieber zweirädrig und hinten eingeklinkt als zwischen zwei Holmen zu gehen. Ich persönlich fühle so mehr Freiheit.

Diese Modellvarianten sind möglich:

Und auch hier wieder mit einfach umgesetzter Tischfunktion (Gelände sicherer Dreibeinstand):


Während der „Fahrt“ dranlassen oder gesichert darunter verstauen.

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2 Antworten zu „Hybrid Wanderanhänger“…

  1. Be. schreibt:

    Systemimmanent schlecht bleibt halt, dass ich den „Einrädrigen“ immer sehr fest halten muss um ihn auszubalancieren. Die Hände habe ich da fast nie frei. Die dünnen Doppeldeichselstangen werden sich wahrscheinlich bei schwerer Last verwinden.
    Ein weiterer Nachtei dieser Konstruktion ist, dass das Gewicht nicht über oder sogar hinter die (Rad-) Achse geladen werden kann. Obwohl ich ein Rad oder Räder habe, muss ich frustrierenderweise über die Deichsellast immer noch viel Tragearbeit verrichten.
    Der einzige Vorteil bleibt gaaaaaaanz schmale Wege oder Bretter über ein Bachlauf (10 m) befahren zu können. Das kommt, erst recht auf längerer Distanz, seltenst vor. Was aber jeder für sich entscheiden darf.

    • Rucksack Trailer schreibt:

      Genau – deswegen soll bei mir dieses Modell auch nur im „Notfall“ einrädrig benutzt werden; auch ich liebe das freihändige Wandern mit dem Zweiradanhänger und einem Zuggriff (zum Einhängen).

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