Neuer Trailer mit nur 2.060 g für Leichttrekking

Auch wenn man leicht oder sogar ultraleicht für mehrere Tage unterwegs ist und zu einem Basisgewicht von 4 bis vllt. 6 kg noch Gas/Spiritus, Verpflegung/Wasser dazu rechnet, kommen doch leicht 10 kg und mehr zusammen. Die möchte ich nicht über Tage schultern.
Also auch leicht lieber wieder ziehen.

Grundgedanke dabei ist eigentlich die Frage: wie bekomme ich Gepäck auf eine Achse mit zwei Rädern und wie läßt sich dann das Ganze ziehen und das möglichst ohne viel Materialaufwand und dementsprechend leicht?

Die Planung für einen neuen, zweirädrigen, leichteren Trailer < 2,5 kg (wobei ein Rad alleine schon 860 g wiegt) ist abgeschlossen: 2 Räder (diesmal mit 12″), Klicksystem mit Edelstahl Achse, kleiner Plattform, mit einem Trekkingstock als Deichsel (wenn ein Paar Trekkingstöcke zur Fortbewegung erforderlich sein sollte, kann auch ein Stock als Deichsel benutzt werden) und klein zerlegbar – ungefähr auf die Größe eines 12″ Rades. Zu ziehen (einhängbar über Karabiner) an einem Hüftgurt / Gürtel.

Funktional, minimalistisch, trotzdem nicht UL filigran sondern äußerst stabil und dennoch relativ leicht.

Aus dem Dreieck aus Aluriffelblech wird eine minimale Auflagefläche zur Aufnahme der Achse und Positionierung und Befestigung des Leichtgepäcks (wobei lt. Hersteller die Räder/Achse bis 50 kg tragen sollen). Befestigung mit der Achse durch Abkanten der beiden vorderen Ecken. Jeweils Lochbohrung zur Aufnahme der Achse; Verstärkung durch Schlagösen. Der Trekkingstock wird von unten mit 2 Rohrschellen befestigt. Zum Schluß kommt dann noch aus Sicherheitsgründen Kantenschutzband zum Einsatz.

Die Aufnahme des Trekkingstockes kann, wie im Bild mittig erfolgen; dann wird die Schlaufe des Trekkingstockhandgriffs am Gurt hinten in der Mitte mit einem Karabiner eingehakt. Die Spitze des Trekkingstockes kann aber auch Richtung Rand des Auflagedreiecks befestigt werden, wahlweise rechts oder links. In diesem Fall kann die Schlaufe des Trekkingstockhandgriffs seitlich an der Hüfte eingehängt werden.

Das Gesamtgewicht (ohne Trekkingstock, der sowieso mitgeführt wird) wird wohl in etwa bei 2,2 – 2,3 kg zu liegen kommen. So viel wie mancher Rucksack wiegt. Ich benutze dann als Leichtrucksack den Exped Cloudburst 25 mit 280 g plus den Kleineren 15 l zum Schultern.

Klar könnte man das Gesamtgewicht des Trailers noch mehr reduzieren, z.B. mit leichteren Plastikrädern mit Vollgummireifen und/oder mit Alulochblech und dieses vllt. sogar noch dünner. Mir sind aber Leichtlaufverhalten, mögliche Mehrzuladung und Stabilität sehr wichtig.

Das erste Bild war nur zum Verständnis und mit einem Reststück Aluplatte gemacht. Es gibt in Baumärkten Aluriffelblech in der Größe 300 x 500 x 1,5 mm zu kaufen (ca. 7,50€). Das stellt die ideale Größe dar für eine 50 cm Edelstahlachse.

Die Ecken abgekantet und die Achsaufnahmelöcher mit Schlagösen 11 x 22 mm verstärkt.

Deichsel ohne jegliches Werkzeug (mittels Rändelschrauben) abzunehmen; für festeren Sitz und Schutz des Trekkingstockes die Rohrschellen mit Kantenschutzband überzogen. Die ursprüngliche Idee mit den Kabelbindern habe ich verworfen wegen unnötigen Einsatzes von Verbrauchsmaterial.

Die Trekkingstockspitze distale Rohrschelle auf einer Seite eingesägt, so muss man die Schellen nicht komplett lösen und beugt einem evtl. Verlieren von Teilen vor:

Befestigung des Gepäcks ultraleicht: 2 leichte Karabiner, Seil & 1 Leinenspanner Clamcleat.

Seitlich eingehängt:

Darf’s noch etwas kleiner sein?

Gewicht ohne Trekkingstock: 2.060 g und wiegt damit nur etwa ein Drittel seines größeren 16″ Kollegen.

Gepäck läßt sich hervorragend und festsitzend verzurren.
(Mit meinem wasserdichten Leichtrucksack Exped Cloudburst 25 bräuchte man nicht mal zusätzliche Befestigungen; die Achse läßt sich beiderseits durch die D-Ringe, die zur Aufnahme des Beckengurtes vorgesehen sind, schieben und oben kann man den Rollsteckverschluß um den Trekkingstock herum verschließen.)

Ab und an muss auch mal geschultert werden. Ganz einfach: Trekkingstock entfernen, Auflagefläche nach unten u. hochklappen (der Rucksack „steht“ jetzt quasi auf der Unterseite der Auflagefläche),

Plattform mit Bungeekordel des Leichtrucksacks fixieren

und … schultern. Bei diesem 50er Radstand kann man gut die Räder auf der Achse lassen beim Tragen; sie stören nicht und man muss sie nicht separat verstauen.

Das funktioniert natürlich besonders gut mit einem Rucksack, bei dem man – wie beim wasserdichten Exped Cloudburst 25 – die Achse fixieren kann durch die D-Ringe zur Aufnahme des Beckenbandes.

Mit dem Exped Cloudburst 15 als „Zugmaschine“ habe ich eine sinnvolle Kombination mit insgesamt 40 Litern, mit der ich auch über mehr als ein paar Tage autark unterwegs sein kann.

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