Gepäckauflage

Da ich bei einem Test meiner ursprünglichen Planung – gitterförmige Verstrebungen mit Alu Vierkantstäben – was die Verwindung der Deichsel betrifft nicht so ganz zufrieden war, habe ich mich entschlossen eine modifizierte Auflagefläche zu bauen, die auch multi using fähig ist. Es wird eine Fläche verarbeitet aus 1,5 mm Alu Riffelblech, die unterwegs gut als kleiner Tisch zu verwenden ist. Dieses Alublech gibt es in Baumärkten in der Größe 300 x 1000 mm. Viel Arbeit kann man sich aber ersparen, wenn man fertige Gelenkrohrschellen (21 – 23, 1/2“) in der Sanitärabteilung des Baumarkts kauft (z.B. Beutel mit 5 Stck. für 3,75€), an den entsprechenden Stellen 4 Löcher in die Alu-Auflage bohrt. Dies hätte noch den Vorteil, dass man in die schon vorhandene Mutter eine (entspr. abgelängte) Ringschraube (M8) drehen könnte für die spätere Aufnahme des Tragegurtes.

Dreh- und Angelpunkt für den modularen Aufbau meines Rucksacktrailers sind diese Gelenkrohrschellen aus dem Baumarkt:

Und so werden sie zweckentfremdet:

Alternativ könnte man auch Zeltrohrschellen nehmen und die Schraube durch Ringschrauben ersetzen (wer sie für die Gurtaufnahme möchte). Damit kann man dann die Teleskopstangen nach den Seiten entfernen und sie gleichzeitig von der Achse ziehen.

Oder nochmal anders: mit Rohrschellen für Wandbefestigung wie diesenbei denen kurz vor dem zweiten Loch das Endstück abgesägt wird und das verbleibende Ende etwas nach oben gebogen wird zur Aufnahme eines Gummibandes, dessen beiden Enden mit an der Verschraubung dieser Schelle unter der Auflageplatte befestigt werden. Die Schellen werden auf die Auflagefläche am Rand geschraubt; das Gewicht der Auflagefläche liegt jetzt über diese Schellen auf dem Teleskoprohr. Das zusätzliche Gummiband von der Verschraubung der Schelle unter der Auflageplatte um die Telskopstange unten herum bis zum Einhängen am abgesägten Ende der Schelle dient lediglich dazu, dass die Teleskopstange z.B. bei „Parkposition“ des Trailers mit der Auflagefläche verbunden bleibt. So lassen sich die Stangen wirklich ruck-zuck und ohne jegliches Werkzeug lösen und nach Radabnahme auch schnell von der Achse ziehen.

[Kürzen der Ringschrauben: der Fachmann macht´s vielleicht anders – mir als Nichttechniker kam folgende erfolgreiche Methode in den Sinn: passende Mutter bis zu der Stelle aufschrauben, wo gekürzt werden soll; an der Außenkante der Mutter die Flexscheibe führen; danach Mutter wieder abdrehen; so zerstört man das Ringschraubengewinde nicht.]

Wer aber lieber mit vorfabrizierten Fertigteilen arbeitet – et voilá:

Man nehme die Original Gelenkrohrschellen, zerlege sie und baue die eine Hälfte wie im Bild ein. Damit sich die Verschraubung nicht löst beim Hoppeln über die Steine, ist es angebracht mit Loctite® die Schrauben zu sichern.

Festzurren: Der Gang in die Sanitärabteilung eines Baumarktes schafft Abhilfe: (*)Gummi-Quetschringe 1 1/2″ für Tauchrohre an Spülsifons; die sind stabil genug für diesen “Missbrauch”.

 

Man könnte jetzt sogar noch einen Schritt weiter gehen und – bei etwas kleinerem Gesamtgepäck – anstatt der stabilen Teleskopaufstellstangen seine Trekkingstöcke einbauen – Spitzen zur Achse hin (damit man sich bergab nicht in den Po sticht); so bräuchte man auch keinen Handgriff (Handschlaufen miteinander verknoten). Da das Hauptgewicht nahe der Achse liegen sollte, würde das (nachweislich) funktionieren; d.h. eine feste Auflageplatte wird mit verschieden weiten Gelenkrohrschellen an den Trekkingstöcken befestigt; mit den Schnellspannern ist dieser Trailer dann schnell zerlegbar.

Oder noch weiter minimiert: anstatt feste Auflagefläche (Aluriffelplatte) baut man sich ein Gitter aus leichtem Aluvierkantrohr und könnte damit auf ein Minimalgewicht von unter 2,5 kg kommen.

Man kann die Gepäckauflage aus einem Stück fertigen und mit den Gelenkrohrschellen befestigen. Auf diese Weise spart man sich viel Arbeit; es werden zur Verjüngung der Teleskopstangen hin lediglich längs 2 kleine Streifen abgesägt. Die Länge (1000 mm) und die Breite (300 mm) bleiben ansonsten erhalten. Danach nach Belieben gekantet.

Von unten mit Schellen gegen Verrutschen (in Richtung Ziehendem) auf der Achse gesichert.

Hier auch gut zu erkennen die 4 Ringschrauben unten an den Rohrschellen, in die die Tragegurte eingeklinkt werden können.

Man kann aber auch das Alublech ein Stück hinter der Achse etwas nach oben biegen, absägen und dann eine zusätzliche Plattform anschrauben,

die man dann evtl. als Kanisterablage benutzen kann.

Mit Rückstrahler für die Verkehrssicherheit:

Befestigungsmöglichkeiten

Durch die Baukastenbauweise des Trailers lassen sich ganz einfach Befestigungen, Gurte mit Schnallen, an der Gepäckauflage anbringen und ggfs. auch wieder schnell entfernen. Der Gurt wird mit in die Verschraubung der Gelenkrohrschelle aufgenommen.

Multi use – da fallen mir noch die ‚Waschtage‘ unterwegs ein; Teile vormals am Rucksack mit Sicherheitsnadeln befestigt, dauerte das Trocknen manchmal recht lang. Jetzt ’spanne‘ ich eine ‚Wäscheleine‘ mittig vom oberen Ende der Alugepäckauflage zum Handgriff und habe zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Wäscheleine, aber was noch wichtiger ist, ein Abstandhalter/Zug bzw. Sicherungsseil zw. eigentlichem Gepäckteil und Handgriff. Sollten sich die Arretierungen der Teleskoprohre vielleicht durch eindringende Feuchtigkeit bei Regen irgendwie lösen, wäre das Problem damit gebannt.

Karabinerhaken an der Auflage, dort Spezialseil eingehängt und beide Enden über Seilöse an den Rohrschellen am Ende der Teleskopstangen (bevor der Handgriff montiert wird) ergibt doppelte Wäscheleine bei gleichzeitiger Sicherung.

Copyright

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