Direkt Schultern sogar ohne kleinsten Umbau

Neues System, mit dem ein sofortiges Schultern – ohne den geringsten Umbau – möglich ist. Der Ortlieb Duffle ist dazu ideal geeignet und da er sich von oben über die gesamte Länge öffnen läßt, kann man optimal eine Gewichtsverteilung zwecks guter Balance vornehmen. Man könnte damit sogar furten und Regen/Feuchtigkeit ist auch kein Thema mehr. Es geht aber auch mit jedem anderen Rucksack.

Oberseite

Keine 2,5 kg incl. all, (ohne Trekkingstock und ohne Beladung) und alles ohne Werkzeug unterwegs zerlegbar. Die Plattform, Achse und Räder passen sogar in die Tasche.
Ganz einfach gebaut aus einem Standard Alu Riffelblech 500 x 250 mm aus dem Baumarkt für 5.60 €. Einmal kanten; der Rest ist nur Bohren. 😉

Unterseite

Normalgepäck

Gute Gewichtsverteilung

Wenn man keine „Antenne“ beim Schultern möchte, kann man den Trekkingstock auch „einfahren“. 😉
Zum Verzurren des Gepäcks auf dem Trailer benutze ich keine Gurte mehr, sondern von diesen Klettfixierbändern – erforderlichenfalls auch zwei hintereinander – wie es sie manchmal beim Discounter äußerst günstig gibt. Der Leichtregenschirm läßt sich damit auch besonders gut an der „Deichsel“ fixieren und ist so immer und schnell griffbereit.

(Abmarschbereit sind das bei mir jetzt mit allem, d.h. Anhänger mit ‚Zugstange‘ u. kompl. Gepäck incl. 3 Liter Wasser, rund 13 kg).

Copyright

Advertisements
Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Neuer Trailer mit nur 2.060 g für Leichttrekking

Auch wenn man leicht oder sogar ultraleicht für mehrere Tage unterwegs ist und zu einem Basisgewicht von 4 bis vllt. 6 kg noch Gas/Spiritus, Verpflegung/Wasser dazu rechnet, kommen doch leicht 10 kg und mehr zusammen. Die möchte ich nicht über Tage schultern.
Also auch leicht lieber wieder ziehen.

Grundgedanke dabei ist eigentlich die Frage: wie bekomme ich Gepäck auf eine Achse mit zwei Rädern und wie läßt sich dann das Ganze ziehen und das möglichst ohne viel Materialaufwand und dementsprechend leicht?

Die Planung für einen neuen, zweirädrigen, leichteren Trailer < 2,5 kg (wobei ein Rad alleine schon 860 g wiegt) ist abgeschlossen: 2 Räder (diesmal mit 12″), Klicksystem mit Edelstahl Achse, kleiner Plattform, mit einem Trekkingstock als Deichsel (wenn ein Paar Trekkingstöcke zur Fortbewegung erforderlich sein sollte, kann auch ein Stock als Deichsel benutzt werden) und klein zerlegbar – ungefähr auf die Größe eines 12″ Rades. Zu ziehen (einhängbar über Karabiner) an einem Hüftgurt / Gürtel.

Funktional, minimalistisch, trotzdem nicht UL filigran sondern äußerst stabil und dennoch relativ leicht.

Aus dem Dreieck aus Aluriffelblech wird eine minimale Auflagefläche zur Aufnahme der Achse und Positionierung und Befestigung des Leichtgepäcks (wobei lt. Hersteller die Räder/Achse bis 50 kg tragen sollen). Befestigung mit der Achse durch Abkanten der beiden vorderen Ecken. Jeweils Lochbohrung zur Aufnahme der Achse; Verstärkung durch Schlagösen. Der Trekkingstock wird von unten mit 2 Rohrschellen befestigt. Zum Schluß kommt dann noch aus Sicherheitsgründen Kantenschutzband zum Einsatz.

Die Aufnahme des Trekkingstockes kann, wie im Bild mittig erfolgen; dann wird die Schlaufe des Trekkingstockhandgriffs am Gurt hinten in der Mitte mit einem Karabiner eingehakt. Die Spitze des Trekkingstockes kann aber auch Richtung Rand des Auflagedreiecks befestigt werden, wahlweise rechts oder links. In diesem Fall kann die Schlaufe des Trekkingstockhandgriffs seitlich an der Hüfte eingehängt werden.

Das Gesamtgewicht (ohne Trekkingstock, der sowieso mitgeführt wird) wird wohl in etwa bei 2,2 – 2,3 kg zu liegen kommen. So viel wie mancher Rucksack wiegt. Ich benutze dann als Leichtrucksack den Exped Cloudburst 25 mit 280 g plus den Kleineren 15 l zum Schultern.

Klar könnte man das Gesamtgewicht des Trailers noch mehr reduzieren, z.B. mit leichteren Plastikrädern mit Vollgummireifen und/oder mit Alulochblech und dieses vllt. sogar noch dünner. Mir sind aber Leichtlaufverhalten, mögliche Mehrzuladung und Stabilität sehr wichtig.

Das erste Bild war nur zum Verständnis und mit einem Reststück Aluplatte gemacht. Es gibt in Baumärkten Aluriffelblech in der Größe 300 x 500 x 1,5 mm zu kaufen (ca. 7,50€). Das stellt die ideale Größe dar für eine 50 cm Edelstahlachse.

Die Ecken abgekantet und die Achsaufnahmelöcher mit Schlagösen 11 x 22 mm verstärkt.

Deichsel ohne jegliches Werkzeug (mittels Rändelschrauben) abzunehmen; für festeren Sitz und Schutz des Trekkingstockes die Rohrschellen mit Kantenschutzband überzogen. Die ursprüngliche Idee mit den Kabelbindern habe ich verworfen wegen unnötigen Einsatzes von Verbrauchsmaterial.

Die Trekkingstockspitze distale Rohrschelle auf einer Seite eingesägt, so muss man die Schellen nicht komplett lösen und beugt einem evtl. Verlieren von Teilen vor:

Befestigung des Gepäcks ultraleicht: 2 leichte Karabiner, Seil & 1 Leinenspanner Clamcleat.

Seitlich eingehängt:

Darf’s noch etwas kleiner sein?

Gewicht ohne Trekkingstock: 2.060 g und wiegt damit nur etwa ein Drittel seines größeren 16″ Kollegen.

Gepäck läßt sich hervorragend und festsitzend verzurren.
(Mit meinem wasserdichten Leichtrucksack Exped Cloudburst 25 bräuchte man nicht mal zusätzliche Befestigungen; die Achse läßt sich beiderseits durch die D-Ringe, die zur Aufnahme des Beckengurtes vorgesehen sind, schieben und oben kann man den Rollsteckverschluß um den Trekkingstock herum verschließen.)

Ab und an muss auch mal geschultert werden. Ganz einfach: Trekkingstock entfernen, Auflagefläche nach unten u. hochklappen (der Rucksack „steht“ jetzt quasi auf der Unterseite der Auflagefläche),

Plattform mit Bungeekordel des Leichtrucksacks fixieren

und … schultern. Bei diesem 50er Radstand kann man gut die Räder auf der Achse lassen beim Tragen; sie stören nicht und man muss sie nicht separat verstauen.

Das funktioniert natürlich besonders gut mit einem Rucksack, bei dem man – wie beim wasserdichten Exped Cloudburst 25 – die Achse fixieren kann durch die D-Ringe zur Aufnahme des Beckenbandes.

Mit dem Exped Cloudburst 15 als „Zugmaschine“ habe ich eine sinnvolle Kombination mit insgesamt 40 Litern, mit der ich auch über mehr als ein paar Tage autark unterwegs sein kann.

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Michaels Erfahrungsbericht über Langstrecke

„Hallo Joachim,

wie versprochen, melde ich mich nun einmal von meiner Reise mit den Pilgerwagen. Die beiden Wagen waren Segen und Fluch zugleich. Segen, weil sie uns die Schlepperei der Ausrüstung extrem vereinfacht haben. Fluch, weil die Wagen sehr schwer und sperrig sind und sie uns die Möglichkeiten des Transportes mit Auto, Bus, Bahn eingeschränkt haben. Meine Frau, mein Sohn und ich sind im letzten halben Jahr von Deutschland über die Schweiz, nach Frankreich, Spanien, Portugal und wieder nach Spanien gereist. Das waren etwa 3500 Kilometer. Wir sind sehr viel gelaufen, haben aber auch Bus, Bahn genutzt. Mit dem Auto per Anhalter sind wir ebenfalls einen kleinen Teil der Strecke gereist. Die Wagen haben sich in Bezug auf Stabilität sehr gut gemacht, es ist während der gesamten Reise zu keinen Schäden an den Wagen selbst gekommen. Lediglich eine Reifenpanne hatte ich an meinem Wagen. In Spanien hatten wir ein Erlebnis an dem wir die Wagen am liebsten zurückgelassen hätten. Wir hatten einen Zwei-Tagetrip durch einen Pinienwald. Nur Sandboden, Wurzeln und fast alles bergauf. Hier war unser Sohn ohne Pilgerwagen deutlich im Vorteil. Die Wagen liesen sich auf Grund des Gewichtes nicht tragen, obwohl es technisch machbar gewesen wäre. Wir kamen nur sehr schleppend voran. Auch in Bussen, Autos und der Bahn waren sie mehr hinderlich. Sie sind einfach zu sperrig und groß. Hier wäre eine Verbesserungen in Bezug auf Gewicht und Größe angebracht. Ich mache mir dazu eventuell auch ein paar Gedanken.

Beim Wadern auf Straßen und befestigten Wegen waren die Wagen allerdings eine sehr große Hilfe und haben uns die Schlepperei der Ausrüstung erspart. Mein Wagen hatte ein Gesamtgewicht von etwas mehr als 30kg, der meiner Frau etwa 25kg. Kurz vor Start der Reise habe ich noch eine Plattform im Bereich hinter der Achse gebaut, ähnlich deiner Variante. Dies hat sich als sehr gut erwiesen, da man so mit Teilen der Ausrüstung und den Wasserbehältern das Gewicht besser verteilen konnte. Allerdings schränkt diese Plattform die Transportmöglichkeiten noch weiter ein. Vielleicht müsste mann die Plattform nach innen klappbar oder noch besser mit wenigen Handgriffen abnehmbar gestalten.

In Verbindung mit zwei 3×3 Meter großen Tarps dienten uns die Waren sogar als Unterkonstruktion für ein Sonnensegel oder manchmal auch als Regenschutz.

Trotz aller Schwierigkeiten die wir beim Transport mit Verkehrsmitteln hatten, hat sich der Wagen in seiner eigentlichen Funktion als sehr sehr gut erwiesen und außerdem viele erstaunte Blicke auf sich gezogen. Viele Pilgerer die wir auf unserer Reise getroffen haben, waren angetan von dieser Idee und fanden sie sehr gut. Am Anfang haben wir die Wagen oft mit Befestigung am kleinen Rucksack gezogen. Aber im Laufe der Zeit war es bequemer die Wagen vor sich her zu schieben.

Der von mir entworfene Zuggriff hat sich als sehr praktisch erwiesen, gerade wenn es mal mit dem Einfahren der Deichsel schnell gehen musste (Bus, Bahn). Auch in Sachen Stabilität gab es da nichts auszusetzen.

Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Eindruck unserer Reise mit den Wagen verschaffen. Zur Zeit sind wir in Südspanien, werden aber in den nächsten Wochen in die Schweiz fliegen. Für den Flug werde ich die Wagen soweit es geht demontieren (Achse und Plattform), da sie sonst das zulässige Gesamtmaß überschreiten.

Was den Rest der Reise angeht, war es bis jetzt eine absolut einzigartige und tolle Erfahrung, einmal zeitlos zu Reisen und die Welt zu genießen. Es gab viele Begegnungen mit tollen Menschen. Wir hatten keine einzige schlechte Erfahrung, nur positive Erlebnisse. Die Landschaften und die Natur waren atemberaubend. Nach einer Pause in der Schweiz soll es dann später weiter gehen, dann in andere Kontinente und Länder.

Gibt es bei dir schon wieder Pläne für eine neue Version deines Pilgerwagens? Hoffe ich kann mit meinen praktischen Erfahrungen zur Weiterentwicklung des Wagens beitragen. Falls du Fragen hast, stehe ich dir gern zur Verfügung.

Bis dahin, alles Gute

Micha“

 

 

Dank dir Micha für deinen ehrlichen Erfahrungsbericht!

Postskriptum:

Wie so oft im wahren Leben, für das Eine gut aber für das Andere schlecht; zumal man sich mit einer Transporthilfe meistens dazu einläßt, mehr an Gewicht (für Reisekomfort) dabei zu haben. Außerdem spielen Wegebeschaffenheiten des jeweiligen Vorhabens eine immense Rolle. Und wenn man auch noch zu dritt mit 2 Pilgerwagen unterwegs ist, ist natürlich die Anhaltersituation oder die Fahrt mit Bus od. Bahn auch eingeschränkter als solo oder nur mit kleineren Rucksäcken.
Die ‚Sperrigkeit‘ liegt m.E. also weniger am Trailer als vielmehr an der mitgeführten Menge des Gepäcks.  😉

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Anhängerkupplung“

Wegen mehrerer Nachfragen was das Ziehen ohne Einsatz der Hände betrifft:

image

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Die geniale Idee eines Nachbauers

Das ist bis jetzt die genialste Weiterentwicklung meines Trailers.

Das Problem der Fixpunkte des Handgriffs beim Verschieben zweier – nicht parallel verlaufender – Rohre ist von Michael superb gelöst worden. Chapeau!

So ist es ganz einfach, die Deichsel mit dem Handgriff mit noch weniger Aufwand zu verkürzen, resp. einzuschieben.

Die Bilder dazu: Michaels Handgriff 1

Michaels Handgriff 2

oder hier zum Vergrößern für Details.

Bilder © Michael Rauch

Michael hat auch noch einen schönen Bauplan lobenswerterweise erstellt (so wie ich es nicht könnte):

Bauplan

Als PDF zum Vergrößern.

 

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Die Praxis gibt Änderungsaufträge

Ein kleiner Einschnitt, mit flexiblem Kantenschutz ausgekleidet, wird zum einfachen, aber sehr nützlichen, Tragegriff für kurzfristiges Anheben des Trailers (Treppen, Einstiege…).

Beckengurt

Idealerweise zwischen den beiden Stangen der Deichsel über die Ladefläche gegriffen, lässt sich in der vertikal hängenden Position des Trailers das körperwärts schiebende Gewicht unten (Schwerpunktverlagerung hpts. bedingt durch die verlängerte Auflagefläche über die Achse) auf diese Weise sehr gut mit dem Unterarm ‚dirigieren‘.

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | 6 Kommentare

Rucksacktrailer als Lastenkraxe

Wie schon früher angedeutet, wollte ich den Beckengurt MFH Molle für meinen Einsatz testen um das Tragegewicht im Falle eines Schulterns größtenteils auf die Hüften zu übertragen.

Beckengurt

Funktioniert einwandfrei – ist schnell bei Bedarf mittels der beiden Karabiner, die normalerweise „im Fahrbetrieb“ zum Verbinden an den Hip-Pack 2 dienen, an der Achse eingeklickt und unkompliziert einsatzfähig.
Mancher wird jetzt mit Recht fragen: warum denn nicht gleich den Beckengurt zum Ziehen benutzen? Ich persönlich habe gerne etwas Platz direkt am Mann für kleinere Utensilien (Papiere, Geldbeutel, Phone…); deshalb benutze ich lieber den Hip-Pack 2.

Die Lastenkraxe ohne Zugdeichsel (für einen reinen “Lastenkraxebetrieb” lassen sich selbstverständlich die beiden Räder auch noch ganz einfach abziehen u. verstauen):

Hüftgurt

Lastenkraxe

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen