Modell “Rohrstecksystem“

Vorweg: dieses Modell ist der stabilste von mir jemals gebaute Anhänger,  ich habe damit auf der Ebene schon probeweise zwei Zementsäcke gezogen.

Entstehung eines weiteres Modells diesmal im Rohrstecksystem.
Hier werden nur Rohre eingesetzt, die untereinander und miteinander steckbar sind. Lediglich der Griff wird mit vier Schrauben befestigt – mit Hand ohne Werkzeug.

Grundgedanke und Ziel ist:

Der einzig fixierende Mechanismus im ganzen System sind die beiden angeklickten Räder! Werden diese abgenommen, kann man nach Herausziehen der Achse die beiden Holme wie bei einer Schere öffnen und damit die Auflageröhrchen entfernen und danach auch die beiden geteilten (je Seite 2 od. 3 Teile) Holme auseinander ziehen, die jetzt nach Entfernung der fixierenden Röhrchen, frei sind. Das schmalere Ende der beiden mit dem Handgriff zusammen laufenden Holme braucht für einen zerlegten Transport nicht noch weiter auseinander genommen zu werden.

 

Die einzelnen Teile in etwa zusammen gelegt (die beschriebenen 90° Winkel fehlen noch im Bild):

Für die im Bild oben auf den beiden Trägerrohren liegenden 7,5 mm Röhrchen werden in die 23,5 er Rohre Löcher zur Aufnahme gebohrt.

Die Trägerstangen sind teleskopierbar: Quadratrohr 23,5 mm mit 100 mm eingestecktem Quadratrohr 20 mm. Da das 23,5 er Rohr eine Wandstärke von 1,5 mm hat, gleitet das 20 er Rohr gerade so rein (insgesamt 0,5 mm Spielraum – optimal). Die Aufnahme für die Radachse wird am Ende des dickeren Rohres gebohrt mit Abstandhalterrohr über die Achse geschoben zwischen den beiden Trägerstangen. Die Arretierung der eingeschobenen Rohre wird mit den 7,5 mm dünnen Rohren, die auch als Auflagefläche dienen, vorgenommen. Die Auflagefläche könnte man auch mit Schnur oder Netz machen; das würde dann etwa 200 g leichter werden. Aber ich bevorzuge die stabilere Methode.

Eine Rutschbremse für das Gepäck entsteht, indem bei der Achse in die beiden 23,5 er Rohre ein spezielles Gelenk 90°aus Kunststoff eingeschoben wird (gibt es passend für das 23,5 er Rohr im Baumarkt für 1,10 €). Zwischen die beiden hochstehenden kurzen 23,5 er Rohre wieder 7,5 er Röhrchen.

Vor dem Bohren für die Achsaufnahme wird der Verbindungswinkel eingesetzt und zusammen mit dem Rohr durchbohrt. So ist beides „gesichert“.

Die noch in den Bilder dargestellten verstellbaren Winkel lassen sich in praxi nicht stark genug feststellen, besser sind die fixen 90° Winkel.

Abstandhalter zu den Rädern:

Die Röhrchen werden passend gesägt und einfach eingeschoben. An den Überlappungen 23,5 er Rohr mit 20 er Rohr fixieren sie auch zweimal die Rohrverbindungen.

Für die Stabilisierung und als Aufnahme des Zugkarabiners wird aus Alublech passend für unter und über die Endstücke der beiden Rohre eine kleine Fläche geschnitten, die dann mit 4 Schrauben per Hand angezogen werden können, ein Loch rein gebohrt…

… die Rohrendstopfen eingesetzt und … fertig.

Oder mit sehr einfach zu bauendem echten Handgriff mit guter Belüftung 😉  (aus einer Flachstange 1.000 x 40 mm, Stärke: 3 mm, Aluminium, aus dem Baumarkt, ca. 5€ – reicht für mehrere Anhänger 😉 und Kantenschutzband). In diesem Fall kommt auch die Pobremse angenehmer zum Einsatz.

Wer aber seinen Anhänger ganz auf Mitnahme im Flugzeug auslegen möchte und dazu kürzere Einzelteile benötigt, kann das Ganze auch nur mit 23,5 er Rohren machen: auf jeder Seite drei 500 mm (je nach gewünschter Deichsellänge) und untereinander mit 200 mm von den 20 mm Rohren als Verbindungsteile jeweils 100 mm ins 23,5 er Rohr geschoben und mit den dünnen 7,5 mm Röhrchen justiert. Das ergibt max. 500 mm als größte Länge für die Verpackung. Die Stabilität bleibt dabei gleich. Und ein praktikablerer Griff zum passageren Ziehen mit Hand ist auch möglich:

Pronto:

 

Mehr Auflagefläche wäre auch möglich; man sieht an der vorbereiteten Lochung, dass mehr Röhrchen eingesteckt werden können.

Gewichtsmäßig kalkuliert auf 3000 g (wobei Räder und Achse alleine schon über 1800 g wiegen). De facto sind es jetzt rd. 3500 g geworden (in der kleinst zerlegbaren Variante; die andere Bauform wiegt genau 3080 g). Statt Aluröhrchen Auflage Schnur spannen oder Netz einbauen bringt ca. 200 g Gewichtsersparnis; kleinere/andere Räder nochmal etwas; und wenn man die „Gepäck Rutschbremse“ auch noch weg läßt (der Rucksack wird ja festgeschnallt), kommt man noch weiter runter 😉

Stabilität und Praktikabilität stehen bei mir vor filigranem Fliegengewicht.

Ich hätte nicht mit dieser Stabilität gerechnet. Dieses Modell ist nochmal eine Nummer robuster als das Vorgängermodell. Vierkantrohre ineinander gesteckt, verwinden doch nicht so wie Rundrohre. Nur durch Übung wird man klüger.

Was die Verwindungssteifigkeit dieses Modells angeht: ich kann den Anhänger mit einer Zuladung von ca. 18 kg plus dem Anhänger Eigengewicht am Handgriff von der Waagerechten in die Schrägstellung auf einem Rad in 45° kippen, ohne dass irgend was nachgibt oder sich verzieht! Und das geht bestimmt noch mit deutlich mehr Last.

Und so kann man ganz leichtfüßig unterwegs sein; die schweren Sachen auf dem Trailer und Leichtgepäck im „Ziehrucksack“:

Der Ortlieb Packsack Duffle ist kombiniert mit diesem Anhänger ideal: er läßt sich mit nur 2 Klettbändern schnell und sicher durch die beiden Bänderschlitze an den Befestigungen des Duffle festzurren und er hat schon die beiden Tragegurte, die im Notfall ein Tragen incl. Wanderanhänger ermöglichen. Außerdem muss er unterwegs nicht erst umständlich abgenommen werden um an seinen Inhalt zu gelangen, denn er hat einen über die ganze Länge, oben liegenden, regendichten Reißverschluss.

 

Und auch dieses Modell ist wieder gut als „Unterwegs-Tisch“ einsetzbar (Vorratsdose als 3. Standbein) und mit dem eingefahrenen Walkstool von guter Höhe für’n alten Mann:

Copyright

Für eine persönliche Kontaktaufnahme (keine Veröffentlichung von Daten):

Advertisements
Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Hybrid Wanderanhänger“…

… oder aus zweirädrig wird relativ unkompliziert und ohne Werkzeug einrädrig für unwegsames Gelände.

Ganz selten mal würde auch ich über meinen Schatten springen und einen m.E. viel aufwändiger zu benutzenden einrädrigen Pilgerwagen einsetzen, längere Zeit in den Bergen z.B..
Weil, den Gepäckanhänger einfach hinter sich mit einem Karabiner eingeklinkt und sorglos drauf los marschieren, ist schon eine extrem schöne Sache.
Und wenn schon, dann müssen beide Formen jederzeit ohne großen Aufwand möglich sein. Ich muss mich vor Ort für das eine oder andere Modell entscheiden können und nicht schon vor Antritt der Wanderung. Also: beides in einem!

Um ein Schleppenmüssen des beim Umbau frei gewordenen zweiten Rades zu vermeiden, wird der Einrädrige als Doppeleiner gebaut.

Beim breitspurigen Zweiradbetrieb wird die Gepäckstütze mit verlängerter Auflagefläche am Ende mit den schon vorhandenen Schellenbefestigungen für die Achse verbunden um 1. das durch Einradbetrieb erforderliche Loch zu schließen und 2. wieder mehr Stabilität zu schaffen.

Die Zugstangen lassen sich einfach unter der Auflagefläche anschrauben, ohne Werkzeug.

Ich verzichte wohl doch auf meinen dritten Trekkingstock zum Ziehen des Anhängers und benutze stattdessen zwei stabile Alurohre, die ich fest verschrauben kann – für Schmalspurbetrieb nach außen geschoben und für zweirädrigen Breitspurbetrieb oben zusammenlaufend.

Und so sieht es dann mit den Stangen im Breitspurbetrieb aus; das Loch in der Auflagefläche, entstehend aus dem Schmalspurbetrieb, wird mit dem abgeknickten Blech abgedeckt und händisch mit verschraubt.

Für Schmalspurbetrieb werden die beiden Klickfix Radnaben Einsätze und die 10 mm Achse mit den Kerben an den Enden für die Radfixierung entfernt und eine etwas dickere (12 mm) und kürzere Achse benutzt.

In der Gegenüberstellung der beiden letzten Bilder sieht man gut den Vergleich zwischen Breitspurbetrieb und Schmalspurbetrieb!

Es werden noch zwei ausgediente Handgriffe von alten Trekkingstöcken verbaut; so kann man den Anhänger auch seitlich am Beckengurt o.ä. mit kleinen Karabinern einhängen und auch mal kurz ohne Hände gehen oder die Hände lediglich zum Balancieren benutzen und nicht zum Heben.

Die eingesetzten Stangen sind jeweils 1250 mm lang – aus der Tatsache, dass es im Baumarkt ein passendes Alu Rundrohr von 2500 mm mit Ø 23,5 mm gibt, die sonst verfügbaren Alurohre haben nur einem Meter, das ist zu kurz. Mit den beiden aufgesetzten Trekkingstockhandgriffen ergibt das eine Gesamtlänge von 1400 mm. Diese beiden Stangen werden geteilt; wer die Teile komplett im Packsack verstauen will, mache drei Teile draus. Jeweils untereinander splintgesichert; dazu wird ein ca. 200 mm langes Rohr mit Ø 20 mm in das Alurohr mit 23,5 mm und einer Wandstärke von 1,5 mm auf der einen Seite vernietet, auf der anderen Seite wird das Alurohr über dem rausstehenden Verbindungsrohr (ca. 100 mm) mit Aluwinkelstreifen, die gleichzeitig als Verlängerung der Auflagefläche dienen und zusätzliche Stabilität bringen, verschraubt.

Bei dieser Schmalspurvariante hebt man von einem Beladegewicht von z.B. 12 kg gerade noch 4 kg, d.h. 1/3!

Beim Breitspurberieb sind es dagegen – je nach Ladungsverteilung – zwischen 1 und 2 kg. Und die braucht man auch, damit die Deichsel nicht hochschnellt.

Man kann aber auch bei der Breitspurvariante die beide Zugstangen nach außen anbringen und z.B. am Hüftgürtel einhaken oder mit den Händen ziehen.

Ich gebe ganz unverhohlen zu, dass ich die moderne Methode Zugmaschine präferiere gegenüber dem alten Pferdegespann.

Lieber zweirädrig und hinten eingeklinkt als zwischen zwei Holmen zu gehen. Ich persönlich fühle so mehr Freiheit.

Diese Modellvarianten sind möglich:

Und auch hier wieder mit einfach umgesetzter Tischfunktion (Gelände sicherer Dreibeinstand):


Während der „Fahrt“ dranlassen oder gesichert darunter verstauen.

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Noch bequemer einhändig ziehen

Da ich für den Aufbau meines Planenzeltes drei Aufstellstangen benötige (2 für innen, weil ich keine alleinige Mittelstange mag und 1 für den möglichen Umbau des Falteingangs zu einer „Veranda“ mit Fliegenschutz), bietet es sich an, einen geeigneteren Trekkingstock zum Ziehen zu benutzen.
Dazu ist, noch besser als ein üblicher Trekkingstock, einer mit Stützgriff (z.B. Decathlon Wanderstock Arpenaz 300 – wobei aber klar sein sollte, dass man keine, zwar ähnlich aussehende aber auf anderer Steckfunktion arbeitenden, Stöcke wie z.B. den Leki Micro City Faltstock, hier einsetzen kann) geeignet. Der greift sich gut zum Ziehen und ist auch angenehmer bergab als “Pobremse“ einzusetzen. Und für einen Zehner ist er auch noch äußerst günstig zu haben.

Man kann ihn über Karabinerhaken an der Handschlaufe verbinden oder, den Griff nach unten drehend, direkt „einhaken“ am Zuggürtel/Rucksack.

(Wegen dieser Möglichkeit des einhändigen Ziehens hatte ich meine ersten Anhänger immer mit zwei zu einem Griff zusammenlaufenden Holmen gebaut.)

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Bei Bedarf direkt schultern sogar ohne kleinsten Umbau

Neues System, mit dem ein sofortiges Schultern – ohne den geringsten Umbau – möglich ist. Der Ortlieb Duffle ist dazu als Rucksack ideal geeignet und da er sich von oben über die gesamte Länge öffnen läßt, kann man optimal eine Gewichtsverteilung zwecks guter Balance vornehmen. Man könnte damit sogar furten und Regen/Feuchtigkeit ist auch kein Thema mehr. Es geht aber auch mit jedem anderen Rucksack.

Oberseite

Knapp 2,8 kg incl. all, mit Trekkingstock als Zugdeichsel aber ohne Beladung und alles ohne Werkzeug unterwegs zerlegbar.

Der Wanderanhänger passt zerlegt sogar in die Tasche und nimmt darin kaum Platz in Anspruch.

In dieser Kombination kann man auch gut mit dem Flugzeug reisen: Duffle mit zerlegtem Trailer als Gepäck und Velocity als Handgepäck.

Verpackt

Ganz einfach gebaut aus einem Standard Alu Riffelblech 500 x 250 mm aus dem Baumarkt für 5.60 €. Einmal kanten; der Rest ist nur Bohren. 😉 Die Räder/Achse habe ich von Räder Schalek (siehe www.) für ca. 40€ (Leichtlauf und Beständigkeit durch Industriekugellager sind mir wichtig). Außen rum Kantenschutzprofil aus Gummi (ca. 6€ im Baumarkt bei den Blechen) und zum Schutz des Trekkingstockes auch kleine Stückchen davon beidseitig über die halben Schellen.
Durch die Kantung direkt hinter der Achse (zum Zweck der Gepäckarretierung) gibt es keine Torsion der Alufläche, die ja ohne Verstärkung verbaut wird.

Unterseite

Normalgepäck

Gute Gewichtsverteilung

Wenn man keine „Antenne“ beim Schultern möchte, kann man den Trekkingstock auch „einfahren“. 😉
Zum Verzurren des Gepäcks auf dem Trailer benutze ich keine Gurte mehr, sondern von diesen Klettfixierbändern – erforderlichenfalls auch zwei hintereinander – wie es sie manchmal beim Discounter äußerst günstig gibt. Der Leichtregenschirm läßt sich damit auch besonders gut an der „Deichsel“ fixieren und ist so immer und schnell griffbereit.

(Abmarschbereit sind das bei mir jetzt mit allem, d.h. Anhänger mit ‚Zugstange‘ u. kompl. Gepäck rund 13 kg).

Man könnte den Anhänger aber auch mit mehr beladen oder damit für ein erforderliches Tragen bessere Gewichtsverteilung wie beim Tragesystem Aarn Backpack erreichen (danke, donjohannes, für die Inspiration). Dadurch verbessert sich die Biomechanik des Tragens deutlich. Der Velocity, der (während der „Fahrt“) einfach mit dem Duffle Tragesystem befestigt wird, kann als Lastverteilung/Gegengewicht dazu auf der Brust getragen werden. Zusammen ergäben das in diesem Fall 64 Liter.

Mehr Gewicht

Übrigens benötige ich meinen Wanderanhänger nicht wie viele andere, die damit mehr Gepäck/Gewicht transportieren wollen. Ich möchte einfach das Gewicht meines normalen Gepäcks nicht schleppen müssen oder zumindest nicht die überwiegende Zeit.

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Michaels Erfahrungsbericht über Langstrecke

„Hallo Joachim,

wie versprochen, melde ich mich nun einmal von meiner Reise mit den Pilgerwagen. Die beiden Wagen waren Segen und Fluch zugleich. Segen, weil sie uns die Schlepperei der Ausrüstung extrem vereinfacht haben. Fluch, weil die Wagen sehr schwer und sperrig sind und sie uns die Möglichkeiten des Transportes mit Auto, Bus, Bahn eingeschränkt haben. Meine Frau, mein Sohn und ich sind im letzten halben Jahr von Deutschland über die Schweiz, nach Frankreich, Spanien, Portugal und wieder nach Spanien gereist. Das waren etwa 3500 Kilometer. Wir sind sehr viel gelaufen, haben aber auch Bus, Bahn genutzt. Mit dem Auto per Anhalter sind wir ebenfalls einen kleinen Teil der Strecke gereist. Die Wagen haben sich in Bezug auf Stabilität sehr gut gemacht, es ist während der gesamten Reise zu keinen Schäden an den Wagen selbst gekommen. Lediglich eine Reifenpanne hatte ich an meinem Wagen. In Spanien hatten wir ein Erlebnis an dem wir die Wagen am liebsten zurückgelassen hätten. Wir hatten einen Zwei-Tagetrip durch einen Pinienwald. Nur Sandboden, Wurzeln und fast alles bergauf. Hier war unser Sohn ohne Pilgerwagen deutlich im Vorteil. Die Wagen liesen sich auf Grund des Gewichtes nicht tragen, obwohl es technisch machbar gewesen wäre. Wir kamen nur sehr schleppend voran. Auch in Bussen, Autos und der Bahn waren sie mehr hinderlich. Sie sind einfach zu sperrig und groß. Hier wäre eine Verbesserungen in Bezug auf Gewicht und Größe angebracht. Ich mache mir dazu eventuell auch ein paar Gedanken.

Beim Wadern auf Straßen und befestigten Wegen waren die Wagen allerdings eine sehr große Hilfe und haben uns die Schlepperei der Ausrüstung erspart. Mein Wagen hatte ein Gesamtgewicht von etwas mehr als 30kg, der meiner Frau etwa 25kg. Kurz vor Start der Reise habe ich noch eine Plattform im Bereich hinter der Achse gebaut, ähnlich deiner Variante. Dies hat sich als sehr gut erwiesen, da man so mit Teilen der Ausrüstung und den Wasserbehältern das Gewicht besser verteilen konnte. Allerdings schränkt diese Plattform die Transportmöglichkeiten noch weiter ein. Vielleicht müsste mann die Plattform nach innen klappbar oder noch besser mit wenigen Handgriffen abnehmbar gestalten.

In Verbindung mit zwei 3×3 Meter großen Tarps dienten uns die Waren sogar als Unterkonstruktion für ein Sonnensegel oder manchmal auch als Regenschutz.

Trotz aller Schwierigkeiten die wir beim Transport mit Verkehrsmitteln hatten, hat sich der Wagen in seiner eigentlichen Funktion als sehr sehr gut erwiesen und außerdem viele erstaunte Blicke auf sich gezogen. Viele Pilgerer die wir auf unserer Reise getroffen haben, waren angetan von dieser Idee und fanden sie sehr gut. Am Anfang haben wir die Wagen oft mit Befestigung am kleinen Rucksack gezogen. Aber im Laufe der Zeit war es bequemer die Wagen vor sich her zu schieben.

Der von mir entworfene Zuggriff hat sich als sehr praktisch erwiesen, gerade wenn es mal mit dem Einfahren der Deichsel schnell gehen musste (Bus, Bahn). Auch in Sachen Stabilität gab es da nichts auszusetzen.

Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Eindruck unserer Reise mit den Wagen verschaffen. Zur Zeit sind wir in Südspanien, werden aber in den nächsten Wochen in die Schweiz fliegen. Für den Flug werde ich die Wagen soweit es geht demontieren (Achse und Plattform), da sie sonst das zulässige Gesamtmaß überschreiten.

Was den Rest der Reise angeht, war es bis jetzt eine absolut einzigartige und tolle Erfahrung, einmal zeitlos zu Reisen und die Welt zu genießen. Es gab viele Begegnungen mit tollen Menschen. Wir hatten keine einzige schlechte Erfahrung, nur positive Erlebnisse. Die Landschaften und die Natur waren atemberaubend. Nach einer Pause in der Schweiz soll es dann später weiter gehen, dann in andere Kontinente und Länder.

Gibt es bei dir schon wieder Pläne für eine neue Version deines Pilgerwagens? Hoffe ich kann mit meinen praktischen Erfahrungen zur Weiterentwicklung des Wagens beitragen. Falls du Fragen hast, stehe ich dir gern zur Verfügung.

Bis dahin, alles Gute

Micha“

 

 

Dank dir Micha für deinen ehrlichen Erfahrungsbericht!

Postskriptum:

Wie so oft im wahren Leben, für das Eine gut aber für das Andere schlecht; zumal man sich mit einer Transporthilfe meistens dazu einläßt, mehr an Gewicht (für Reisekomfort) dabei zu haben. Außerdem spielen Wegebeschaffenheiten des jeweiligen Vorhabens eine immense Rolle. Und wenn man auch noch zu dritt mit 2 Pilgerwagen unterwegs ist, ist natürlich die Anhaltersituation oder die Fahrt mit Bus od. Bahn auch eingeschränkter als solo oder nur mit kleineren Rucksäcken.
Die ‚Sperrigkeit‘ liegt m.E. also weniger am Trailer als vielmehr an der mitgeführten Menge des Gepäcks.  😉

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Anhängerkupplung“

Wegen mehrerer Nachfragen was das Ziehen ohne Einsatz der Hände betrifft:

image

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Die geniale Idee eines Nachbauers

Das ist bis jetzt die genialste Weiterentwicklung meines Trailers.

Das Problem der Fixpunkte des Handgriffs beim Verschieben zweier – nicht parallel verlaufender – Rohre ist von Michael superb gelöst worden. Chapeau!

So ist es ganz einfach, die Deichsel mit dem Handgriff mit noch weniger Aufwand zu verkürzen, resp. einzuschieben.

Die Bilder dazu: Michaels Handgriff 1

Michaels Handgriff 2

oder hier zum Vergrößern für Details.

Bilder © Michael Rauch

Michael hat auch noch einen schönen Bauplan lobenswerterweise erstellt (so wie ich es nicht könnte):

Bauplan

Als PDF zum Vergrößern.

 

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | 6 Kommentare

Die Praxis gibt Änderungsaufträge

Ein kleiner Einschnitt, mit flexiblem Kantenschutz ausgekleidet, wird zum einfachen, aber sehr nützlichen, Tragegriff für kurzfristiges Anheben des Trailers (Treppen, Einstiege…).

Beckengurt

Idealerweise zwischen den beiden Stangen der Deichsel über die Ladefläche gegriffen, lässt sich in der vertikal hängenden Position des Trailers das körperwärts schiebende Gewicht unten (Schwerpunktverlagerung hpts. bedingt durch die verlängerte Auflagefläche über die Achse) auf diese Weise sehr gut mit dem Unterarm ‚dirigieren‘.

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | 6 Kommentare

Rucksacktrailer als Lastenkraxe

Wie schon früher angedeutet, wollte ich den Beckengurt MFH Molle für meinen Einsatz testen um das Tragegewicht im Falle eines Schulterns größtenteils auf die Hüften zu übertragen.

Beckengurt

Funktioniert einwandfrei – ist schnell bei Bedarf mittels der beiden Karabiner, die normalerweise „im Fahrbetrieb“ zum Verbinden an den Hip-Pack 2 dienen, an der Achse eingeklickt und unkompliziert einsatzfähig.
Mancher wird jetzt mit Recht fragen: warum denn nicht gleich den Beckengurt zum Ziehen benutzen? Ich persönlich habe gerne etwas Platz direkt am Mann für kleinere Utensilien (Papiere, Geldbeutel, Phone…); deshalb benutze ich lieber den Hip-Pack 2.

Die Lastenkraxe ohne Zugdeichsel (für einen reinen “Lastenkraxebetrieb” lassen sich selbstverständlich die beiden Räder auch noch ganz einfach abziehen u. verstauen):

Hüftgurt

Lastenkraxe

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Einsatzbereit …

… für eine autarke Fernwanderung mit regendichten Packsäcken, kompletter Ausrüstung; Gewicht Trailer incl. all rd. 25 kg.

Trailer
Einfaches Parken auf minimaler Fläche (1/4 m²):

Minimale Parkfläche

Um die drei zusammengeschalteten Solarpanel als Einheit ideal nach der Sonne ausrichten u. unterwegs schnellstmöglich anpassen zu können, habe ich mir diesen Rahmen aus Aluröhrchen gebaut. Die Eckverbindungen sind dünne Schlauchteile aus dem Aquarienhandel.

Bestens austariert (Hebegewicht am Handgriff ca. 1 kg) – nichts heben, nur ziehen.
Bereit

Da ich bei meiner Streckenführung das Gepäck max. 1 – 2 % der Wegstrecke schultern muss, ist es für mich nicht notwendig auf jedes einzelne Gramm zu achten und UL unterwegs zu sein – dafür kann ich mir mehr Komfort leisten.

Der Pilgerwagen mit Ladung läßt sich gut (abgenommene Zugstange, abgeklickte Räder, herausgezogene Achse…) in einen großen Packsack (z.B. Ortlieb PACKSACK PS490, 109 Liter) verstauen für eine Anreise im Flugzeug.

Copyright

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen